Validierung der Adressen

Zum Thema Adressvalidierung gibt es mittlerweile mehrere Studien, die ich hier kurz zusammenfasse.

Das wichtigste Ergebnis ist, dass die Adressvalidierung bei gleicher Kontaktqualität (d.h. ein angeblicher Interessent erreicht nach einem E-Mail-Kontakt auch den Zielmarkt) und gleichen Kampagnenparametern in der Regel nicht mehr als 2% Wirkung bringt. Die Angabe im Handbuch zu jeder Adressdatenbank, man gebe „Einwohner von Deutschland“ bzw. „inwohner der BRD“ lässt sich also sehr gut ignorieren. In den Studien wurde auch oft geprüft, ob es einen Unterschied machte, ob die Adressdatenbank manuell oder maschinell gepflegt wird – das hatte keinen Einfluss auf die Wirkungsfähigkeit der Adressvalidierung.

Im Detail wird die Adressvalidierung immer dann gut, wenn sie dich zu einem potenziellen Kunden bringt. Das ist bei den Angebotsprospekten in den ersten Tagen nach dem Eintreffen der Mailbox eher selten der Fall, da meistens keinerlei Nachforschungen vor Ort erfolgen (mehr dazu hier). Warum sollte ich also die Adressdatenbank validieren? Einfacher gesagt: Weil sie schon vorhanden ist und jeder Zeit Geld kostet, also lohnt es sich, diese Wirkungsfähigkeit auszuprobieren. Allerdings müssen dafür 2 Parameter beachtet werden: Du musst eine hohe Reichweite haben und möglichst viele Kontakte generieren. Je größer die Entfernung zwischen Interessent und Zielmarkt (d.h. je weiter entfernt der Interessent wohnt), desto größer ist die Chance für dich, dass es einen Verkauf gibt. Das heißt: Die Adressvalidierung wird bei dir besser funktionieren, je mehr Kontakte du generieren kannst und je länger deine Kampagne dauert. Der maximale Effekt wird erzielt, wenn du die Adressdatenbank an einen ganz anderen Ort sendest – also zB nach Australien oder nach Teneriffa.

Ich habe vor 2 Wochen eine Google-Analytics-Tracking-Gruppe geschaffen, die ich für alle Kampagnen mit Adressvalidierung verwende – um zu sehen, welchen Anteil der Besucher auf diese Art erreicht wird damit ja auch den Wirkungsgrad der Adressvalidierung bestimmen zu können. Diese Tracking-Gruppe sollte in jeder Kampagne vorhanden sein, die eine Adressvalidierung hat.

Die Anzahl Kontakte pro Interessent vergrößern

Vielleicht ist es ja noch gar nicht so lange her, dass du deine Adressdatenbank für die Email-Kampagnen genutzt hast und schon wieder mehrfach 100% des Postfachs ausgeschöpft hast oder zumindest denkst, dass das bald der Fall sein könnte. Und jetzt? Es gibt immer noch viele Möglichkeiten, um mehr Kontakte zu erreichen:

– Wenn deine Adressdatenbank weniger als 5.000 Personen enthält, ist es ein großer Vorteil, diese nicht alle auf einmal zu mailen – nur weil du im Moment keine anderen Kontakte hast (wie lange dauert es denn, bis du eine neue Adressdatenbank bekommst?). Allein schon der erste Blick in die Datenbank kann bereits erhellend sein, wenn man zB feststellt, dass die Adressdatenbank gar nicht so perfekt gepflegt ist oder man sie vielleicht doch noch einmal von Grund auf ändern sollte.

– Verkaufe stattdessen mal mehr Produkte und halt den Kontakt kurz. Es gibt viele Wege, um mehr Leads zu generieren: Halte halt den Kontakt kurz und verkaufe statt

Durch das Aussortieren der Personen, die noch nicht online sind, wird das Postfach ein wenig geschrumpft. Diejenigen, die jetzt schon online sind, könnten ja auch noch eine Email erhalten – beim besten will noch immer nicht jeder einen Anruf von dir. Und auch wenn es neu ist, dass du ihn anrufen willst: So viel Zeit möglicherweise hat er auch gar nicht. Also kann man aus demselben Postfach heraus mehr Leute anschreiben – also größere Kontakte pro Interessent generieren. Wenn diese Online-Interessenten sofort oder zumindest innerhalb von 2 Tagen mit dem Thema direkt in Berührung kommen (also z. B. durch eine Adressvalidierung), haben sie die Chance, schon bald zu einem potentiellen Kunden zu werden.

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